멜랑콜리: 17세기 유럽 문화의 한 가지 동인 - 시대적 배경, 바로크 멜랑콜리, 그리고 멜랑콜리 담론

Melancholie: Ein Movens der europäischen Kultur im 17. Jahrhundert - Zeitgeschichtliche Hintergründe, Barocke Melancholie und Melancholiediskurse

초록

Diese Arbeit stellt zuerst die zeitgeschichtlichen Hintergründe dar, vor denen die Melancholie des 17. Jahrhunderts entstehen konnte, und zeigt danach, dass die Melancholie einer der Kernbegriffe ist, die die barocke Kultur kennzeichnen und dass sie von zeitgenössischen Texten auf unterschiedliche Weise thematisiert wurde. Die Melancholie im 17. Jahrhundert war vor allem die emotionale Reaktion auf komplexe Krisen, und dazu wirkte in protestantischen Gebieten des Heiligen Römischen Reiches das Luthertum mehr oder weniger auf die Entstehung eines solchen Gemütszustands. Die barocke Kultur kann man ohne Melancholie-Konzept nicht recht verstehen. Sie wurde nicht nur durch höfisch-weltliche Prächtigkeit und religiöse Entzückung geprägt, sondern auch durch deren Schattenseite, Eitelkeit und Trauer. Die Melancholiediskurse des 17. Jahrhunderts weichen im Großen und Ganzen nicht vom tradierten Melancholieverständnis ab und stehen noch unter dem Einfluss des Christentums. Jedoch besitzen sie auch, wie es die Fälle von Robert Burton und Blaise Pascal zeigen, ihre besonderen Merkmale. Merkwürdig ist in Robert Burtons ≪Anatomy of Melancholy≫, dass der Autor seinen melancholischen Blick auf den Gegenstand projiziert, so dass die anatomisch analysierende Darstellung der Melancholie durch die Melancholie des Autos durchdrungen wird. Einerseits spielt Burton unter der Maske des “Democritus Junior” das Spiel der doppelten Perspektive, andererseits leidet er darunter. In ≪Pensées≫ wird der Mensch als ein elendes Wesen aufgefasst. Er will zwar in der Zerstreuung(divertissement)sein Elend vergessen, aber gerade in diesem Wunsch bestätigt sich nach Pascal das größte Elend des Menschen. Pascal fasst den Menschen zweiseitig: Der Mensch ist nicht nur elend, sondern groß, solange er sein Elend erkennt. Erst wenn er die Grenze der Vernunft und damit seine Grenze erkennt, entsteht der Ansatzpunkt für einen transzendenten Schwung zum Religiösen. In Aegidius Albertinus’ Lasterspiegel ≪Lucifers Königreich und Seelengejaidt≫ wird die Acedia (Trägheit) als eine der Haupt- oder Todsünden zwar implizit aber unverkennbar im engen Zusammenhang mit der Melancholie behandelt. Da dieses Werk die katholische Position vertritt, ist die eigene Ansicht des Autors darin nicht zu finden. Dieses Werk kann man als ein Beispiel dafür verstehen, dass die Melancholie auch im 17. Jahrhundert von der Kirche ausschließlich negativ bewertet wurde.

키워드

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제목
멜랑콜리: 17세기 유럽 문화의 한 가지 동인 - 시대적 배경, 바로크 멜랑콜리, 그리고 멜랑콜리 담론
제목 (타언어)
Melancholie: Ein Movens der europäischen Kultur im 17. Jahrhundert - Zeitgeschichtliche Hintergründe, Barocke Melancholie und Melancholiediskurse
저자
김유동
DOI
10.31064/kogerm.2012.53.3.45
발행일
2012-09
유형
Y
저널명
독어독문학
53
3
페이지
45 ~ 82